Strandgut

Als Kind der Berge war ich mit Mitte zwanzig zum ersten Mal im Urlaub im Süden und freute mich auf den Sandstrand, von dem alle schon mein Leben lang schwärmten. Was für ein tolles Gefühl es sei, den Sand zwischen den Zehen zu spüren, das Salzwasser auf der Haut zu trocken zu sehen, Muscheln zu sammeln, …

Muscheln?

Die Realität sah anders aus: Meine Zehen steckten im Sand direkt neben halbgerauchten Kippen, die Sonne brannte nicht nur auf meine Haut, sondern verschmorte auch Plastikstücke im Sand und beim Gehen trat ich auf eine Glühbirne.

Muscheln?

Fand ich an mehreren Stränden kaum, denn primär fand ich dort nur eines:

Müll!

Die Weltmeere sind voll davon. Wenn wir so weiter machen, wie bisher, dann tragen wir keinen Perlmuttschmuck mehr, sondern Ketten aus Strohhalmen und Fischernetzen.

Sieht so unsere Zukunft und die unserer Nachkommen aus?